Kontinuierliches Wachstum der europäischen Hanfindustrie

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EIHA 2016 Konferenz in Köln, Wesseling. Picture: nova-Institut©

Kontinuierliches Wachstum der europäischen Hanfindustrie

Hanf als Lebensmittel und pharmazeutisches Mittel besonders begehrt

Die „European Industrial Hemp Association (EIHA)“ legt die aktuellen Daten zu Anbau, Verarbeitung und Anwendungen von Fasern, Schäben, Samen und Blüten vor. Von 2011 bis 2015 habe sich die Anbauflächen in der Europäischen Union auf 25.000 ha mehr als verdreifacht laut EIHA.

Nutzhanf wurde in den meisten EU-Mitgliedsstaaten zwischen 1993 und 1996 legalisiert.

Hanf ist eine vielseitige Nutzpflanze, die Fasern, Schäben, Blätter, und Samen liefert.

  • Hanfsaft enthält alle wichtigen in der Pflanze vorkommenden Nährstoffe in ihrer natürlichen Form, denn der Pressvorgang zur Saftgewinnung entzieht der Pflanze lediglich alle Superfoodkomponenten und trennt Festmasse (Fasern) von Flüssigmasse (Saft).Diese Trennung ist wichtig, denn Hanffasern können teilweise schwer verdaulich sein für den menschlichen Körper, weshalb herkömmliches in den Mixer schmeißen bei Hanf nicht wirklich funktioniert.Was bei der Saftpressung übrig bleibt ist ein Superfood Hanfsaft mit Entourage Effekt, der es in sich hat, mit bis zu 300mg CBD pro 100ml (GreenSnake®), 11 kg CBD pro 1 ha Nutzhanf.

    Der Saft und der Presskuchen/Pressreste beinhalten alle Cannabinoide der Hanfpflanze, nicht nur CBD.

    Außerdem fallen Pressreste bei der Saftherstellung an, die weitergenutzt werden können zur Extraktgewinnung, Hanfölgewinnung, Hanfproteinpulver oder Tierfutter.

    Die Pressreste enthalten weitere 6kg CBD per 1 ha Industriehanf.

 

  • Fasern können für Hanfpapiere oder als Hanf Dämmstoffe verwendet werden.

 

  • Schäben (holzige Kern der Stängel) können als Tierstreu oder für Hempcrete (Baumaterial) verwendet werden.

 

Der neue Report „The European Hemp Industry: Cultivation, processing and applications for fibres, shivs, seeds and flowers” zeigt die Entwicklung der europäischen Nutzhanfindustrie von 2010 bis 2013.Die Anbaufläche von Nutzhanf in Europa betrug 2015 25.000 ha, Tendenz steigend. Hauptanbaugebiete sind Frankreich, Niederlande sowie Rumänien.

Viele neuere EU-Staaten legen einen Fokus auf Nutzhanf Anbau, besonders zur Produktion von Hanfsamen, die Produktion von Samen in der EU stieg zwischen 2010 und 2013 um 92 %. Die Produktion von Blüten und Blättern stieg sogar um 3.000 % im selben Zeitraum, während Fasern und Schäben keine signifikanten Unterschiede in Volumen und Nutzung zwischen 2010 und 2013 zeigen. Blüten zur CBD-Herstellung verschafften Hanfbauern im Jahr 2013 einen erheblichen Zusatzgewinn.

Der Report „The European Hemp Industry: Cultivation, processing and applications for fibres, shivs, seeds and flowers” wurde erstmals auf der internationalen Nutzhanf-Konferenz „13th International Conference of the European Industrial Hemp Association“ vorgestellt, die vom 1. bis 2. Juni in Wesseling bei Köln stattgefunden hat (www.eiha-conference.org). Die Konferenz ist der Treffpunkt der weltweiten Hanfindustrie, es haben über 295 Teilnehmer aus 41 Ländern teilgenommen.

 

Wir freuen uns über die stetig wachsende Hanfindustrie!

English version of this post available here – Englische Version dieses Artikels hier zu finden.

Happy hemping everyone!

 

Hemp Juice Lady in the Press: Hamburger Abendblatt

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Source: http://www.abendblatt.de/hamburg/article205582099/Hamburgerin-sichert-sich-Patent-fuer-Hanf-Getraenk.html

 

Heilpflanze Hamburgerin sichert sich Patent für Hanf-Getränk

Von Daniela Stürmlinger

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Foto: Marcelo Hernandez / HA

Galathea Ute Bisterfeld von Meer lässt Hanfsaft herstellen. Das Getränk ist mit 119 Euro für 900 Milliliter aber derzeit noch nicht gerade billig

Hamburg. Galathea Ute Bisterfeld von Meer hat schon vieles erfolgreich ausprobiert. Sie hat Immobilien verkauft und damit Geld verdient. Zudem hat sie Astrophysik und Volkswirtschaftslehre studiert und eine Ausbildung als psychotherapeutische Heilpraktikerin absolviert. Durch Zufall lernte sie dabei die Wirkung von Hanf kennen. “Die Pflanze enthält zahlreiche Proteine und eine Menge gesunder Wirkstoffe”, sagt sie. Doch der Konsum von Cannabis ist in Deutschland verboten, weil er das als Droge wirkende Mittel Tetrahydrocannabinol (THC) enthält. Doch dieser Stoff wurde dem Nutzhanf durch Züchtung entzogen. Nur ein von der Europäischen Union bestimmter Grenzwert von 0,2 Prozent ist erlaubt. Ein Rausch ist damit also nicht mehr möglich.

“Hanf ist eine wunderbare Pflanze”, sagt die agile Geschäftsfrau, die auch Badesalz aus Hanfsaft herstellt. “Doch die Blätter zu kochen und zu essen funktioniert nicht. Deshalb kam ich auf die Idee, den Hanf durch Pressen zu entsaften”, sagt sie. “Hanfsaft wird kalt gepresst und unverarbeitet schock­gefroren. Der grüne Saft aus der Natur ist frei von Pestiziden, Pflanzengift und Konservierungsstoffen.”

Noch kann man den Saft in Deutschland nur im Internet bestellen, etwa unter Sana Hemp Juice. Das Gebräu ist teuer. 900 Milliliter kosten immerhin 119 Euro.

Als eine der Ersten hat von Meer sich in zahlreichen Ländern Patente für die Herstellung von Hanfsaft und Getränken aus der Flüssigkeit gesichert, darunter in den USA, Kanada, Brasilien und in vielen Ländern Europas. Die Nutzungsdauer der Patente reicht bis Ende 2033. Der Geschmack von Hanfsaft ist bitter, unverdünnt trinken kann man davon nur ein wenig. Mit einem weiteren Saft vermischt, schmeckt das Getränk bekömmlich.

 

Wir sprechen Brauereien und andere Getränkehersteller an, die Lust haben, Hanf in ihre Getränke zu mischen.

Galathea Bisterfeld von Meer

“Wir sprechen Brauereien und andere Getränkehersteller an, die Lust haben, Hanf in ihre Getränke zu mischen”, sagt sie. Hanfgetränke können als Schnaps zubereitet werden, als Magenbitter, aber auch Cocktails ließen sich daraus machen. Um die Pflanze salonfähig zu machen, hat von Meer eine Marke angemeldet. Ihr Unternehmen heißt Green-Snake.de.

Von Meer ist nicht die Einzige, die mit den drei bis vier Meter hohen Pflanzen experimentiert. In Österreich versucht das Unternehmen Cannabis Brands ein Marken- und Lizenzport­folio aufzubauen, um sofort am Start zu sein, falls Hanf legalisiert werden sollte. Kürzlich wurde in dem Land mit Canny Drinks der Launch des ersten Cannabis-Bieres vollzogen. Das Bier enthält eine Geschmacksnote von Hanfsamenaromen und natürlichen Aromen von grünem Tee. “Mit diesem Bier haben wir einen neuen Meilenstein in der stark wachsenden Szene für Spezialbiere geschaffen”, sagt André Mueller, Vorstand der Wiener Anmathe Beteiligungsgesellschaft, der Cannabis Brands gehört.

Mit dem Saft der Blüten stellt von Meer auch Plätzchen her, die die Droge THC nicht enthalten, aber den Geschmack der Kekse verbessern. “Wer mit Hanf kochen möchte, braucht weniger Salz”, beschreibt sie eine Wirkung der Pflanze. Viele Ärzte sind von der gesundheitlichen Wirkung der Pflanze überzeugt. Hanf wird deshalb bereits in der Medizin benutzt, um Arthritis und Rheuma zu lindern. Hanf lindert Schmerzen und schützt die Nerven. Doch die Pflanze kann mehr.

In der Wissenschaft rückt das medizinische Potenzial von Hanf deshalb immer stärker ins Licht: sowohl in der Krebsforschung, etwa bei der Behandlung von Hirntumoren oder Brustkrebs als auch bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sowie in der kardiologischen Forschung sind die grünen Blätter sehr gefragt. Eine Untersuchung der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA zeigte, dass Hanf ein “großes Behandlungspotenzial besitzt, indem es oxidativen Stress, Entzündungen, Zelltod und Fibrosen dämpft”.

Bekannt und erprobt ist auch, dass Krankheiten wie Multiple Sklerose, Aids, Depressionen, das Glaukom und das Tourettesyndrom gut mit dem Hanfprodukt behandelt werden können. “Bei 34 weiteren Krankheiten liegt es zudem sehr nahe, dass Cannabis positiv wirkt”, schrieb die Zeitschrift “Apotheken Rundschau” im Jahr 2013. Auch bei Epilepsien zeige Hanf eine positive Wirkung, heißt es. Neben dem Saft der Blüten will die Blankeneser Unternehmerin auch die faserigen Pressreste als Tierfutter verarbeiten. Sie sind laut von Meer gut als Viehfutter. Das Rauchen von Cannabis hat übrigens keine große Wirkung bei der Behandlung von Krankheiten. Öl dieser Pflanze oder der Verzehr von Hanfsaft und von Hanfblättern stelle zwar die beste Methode dar, um den Körper mit den notwendigen Cannabinoiden zu versorgen. Eine Verbrennung des Hanfes beim Rauchen führe dagegen laut Experten in der Regel zu Gesundheitsproblemen.

Source: http://www.abendblatt.de/hamburg/article205582099/Hamburgerin-sichert-sich-Patent-fuer-Hanf-Getraenk.html

happy hemping everyone!

Hemp Juice Lady in the Press: Klönschnack

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Source: http://www.kloenschnack.de/magazin/gesellschaft/geschmackswunder-hanf/ 

 

Geschmackswunder Hanf

Hausbesuch bei Galathea Bisterfeld von Meer, Erfinderin

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Galathea Bisterfeld von Meer 

Kommt das Gespräch auf Hanf, denken die meisten Menschen direkt an die Droge Cannabis. Galathea Bisterfeld von Meer hat in der Nutzpflanze ein ganz anderes Potenzial entdeckt. Welches, das verriet sie Anna-Lena Walter bei einem Hausbesuch in Othmarschen. Der Besuch bei der Erfinderin Galathea Bisterfeld von Meer in Othmarschen beginnt mit einer Butterstulle. Schon beim ersten Bissen wird klar, das ist kein normales Brot. Es handelt sich dabei um eine ganz besondere Mischung: Dinkelmehl, Leinsamenschrot und Hanfsaft.

Nachgefragt berichtet die sympathische 66-Jährige von ihren langjährigen Experimenten mit Hanf.

„Alles fing mit meinen Töchtern an. Wir zankten uns um das Thema Cannabiskonsum und weil ich ihnen immer sage, dass sie sich mit Themen genau beschäftigen sollen, baten sie mich darum, das Gleiche zu tun.“

Die lebensfrohe Mutter dreier Töchter begann also, sich mit dem Thema Hanf zu befassen. „Ich war schnell begeistert von der Vielseitigkeit dieser Pflanze. Aber auch, dass sie alle wichtigen Proteine beinhaltet, machte mich neugierig.“ Schnell wuchs in ihr der Wunsch heran, aus Hanf ein Lebensmittel herzustellen.

„Meine Recherchen ergaben, dass noch niemand versucht hatte, aus ihr einen Saft zu pressen.“ So erwarb sie tatkräftig in Holland zig Pflanzen, mietete eine Fabriketage an und experimentierte drei Jahre lang mit Hanf. Am Ende schaffte sie es endlich. Aus der oberen Spitze der gut vier Meter hohen Pflanze und den Blättern ließ sich Saft pressen. Auch die faserigen Pressreste verwendet sie weiter. Natürlich sind die Produkte völlig drogenfrei.

„Das Besondere am Hanfsaft sind die enthaltenen Cannabinoide, diese stellt der menschliche Körper tatsächlich auch selber her, aber mit steigendem Alter wird die Produktion weniger. Dieser Stoff hat eine gesundheitsfördernde Wirkung und kann, laut Forschungsberichten, sogar dabei helfen, Krebszellen zu zerstören.“

Die Neugier trieb die gebürtige Rheinländerin weiter an, aber was sollte sie gegen den doch recht bitteren Geschmack des Hanfsaftes tun?

Sie experimentierte mit anderen Lebensmitteln, wie Fruchtsäften, Gemüsen, Brotteigen und Salzen. „Da erhielt der Hanf plötzlich seinen Platz, denn andere Geschmäcker werden durch die Zugabe des-Safts viel intensiver. Ein tolles Geschmackserlebnis!“

Neben dem aufwendigen Pressverfahren erfindet die findige Elbvorortlerin auch noch eine eigene Produktreihe, wie Hanfbrot und -Salz. „Allerdings möchte ich jetzt nicht unter die Bäcker gehen. Ich suche jemanden, der das Patent kauft und dann die Neuentdeckung verbreitet.“

Der Weltmarkt zeigt bereits Interesse an ihrem Herstellungsverfahren und dem Endprodukt – denn plötzlich wird aus einer Nutzpflanze eine Heil- und Nahrungspflanze. „Vielleicht kann ich mit meiner Erfindung die Welt ein kleines bisschen besser machen – denn Hanf wächst überall und ist ein prima Protein-Lieferant.“

Autor: anna-lena.walter(at)kloenschnack.de

Source: http://www.kloenschnack.de/magazin/gesellschaft/geschmackswunder-hanf/

 

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Source: Klönschnack Printausgabe 12/2015

 

happy hemping everyone!